Wissenswertes

Fachbegriffe aus der Lichtwerbung und Werbetechnik – kurz erklärt.

Von A Wie Abstandhalter bis Z wie Zuleitung

Abstandshalter

Abstandshalter sind ein Montagesystem, bei dem man den Werbeträger (zum Beispiel ein Schild) mit Abstand zum Untergrund befestigt. Abstandshalter können aus verschiedenen Materialien wie Edelstahl, Aluminium, Messing o. ä. bestehen und nach der Montage sichtbar oder unsichtbar sein (verdeckte Montage).

Acrylglas

Acrylglas, auch PMMA genannt, wird standardmäßig in der Lichtwerbung eingesetzt. Dank seiner plastischen Formbarkeit lässt es sich gut weiterverarbeiten – ob durch Schneiden, Gravieren oder spanabhebend. Acrylglas ist auch kratz-, witterungs- und alterungsbeständiger als andere Thermoplaste, lässt sich gut einfärben und durch Kleben oder Schweißen mit anderen Materialien verbinden.

Aluminium

Aluminium ist ein weiches, aber zähes Metall mit einer Dichte von 2,7 g/cm3. Durch seine Dehnbarkeit lässt es sich gut auswälzen und zu dünnen Folien verarbeiten. Das macht Aluminium in Form von Blechen und Profilen zu einem Premium-Werkstoff in der Lichtwerbung.

Aluminiumverbundmaterial

Aluminiumverbundmaterial (auch als Dibond, Alu-Cobont oder Seno-Bond bekannt) ist sehr stabil und gleichzeitig leicht. Als Verbundplatte wird es gerne bei der Produktion von Schildern in verschiedenen Dicken mit variablen Alu-Deckschichten genutzt. Innen befindet sich im Normalfall PU-Kern und an beiden Seiten kaschierte Aluminiumbleche.

Aufsteller

Aufsteller werden bevorzugt als Werbeträger in und vor Geschäften oder auf Messeständen verwendet. Sie bestehen meist aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff und werden in den unterschiedlichsten Formaten angeboten. Mit ihnen können z. B. Werbebanner, Roll-ups oder aktuelle Informationen aufmerksamkeitsstark präsentiert werden.

Außenwerbung

Außenwerbung ist die Bezeichnung für Werbung in der Öffentlichkeit und an Geschäftsgebäuden.

Als Ausstecker wird ein Werbeschild oder Leuchttransparent bezeichnet, das rechtwinklig an der Gebäudewand installiert ist, das daraus regelrecht hervorspringt. Umgangssprachlich wird es auch Nasenschild genannt.

Banner werden meist für zeitlich begrenzte Werbezwecke wie Events und Sonderaktionen eingesetzt. Das Material der Wahl sind gewebeverstärkte PVC-Planen oder besonders konfektionierte Gewebe, die im Digitaldruck beschriftet werden.

Wer Werbeanlagen im Außenbereich anbringen will, muss in den meisten Fällen eine Baugenehmigung einholen. Genaue Vorschriften sind in den Landesbauordnungen einzusehen, Städte und Kommunen haben in vielen Fällen aber auch eigene Satzungen.

Es gibt zwei Arten der Beleuchtung: die Beleuchtung und die Durchleuchtung. Beleuchtung heißt, dass die Werbung von außen angestrahlt wird, von einer Durchleuchtung spricht man bei einer hinterleuchteten Werbefläche.

Es gibt verschiedene Beschriftungsarten: die Folienbeschriftung (am besten bei glatten Untergründen wie Schildern, Fahrzeugen oder Schaufenstern geeignet), die Gravur, der Siebdruck/Digitaldruck oder dekupierte bzw. aufgesetzte Buchstaben.

Beschriftungen aus geplotteter Hochleistungsfolie überzeugen durch lange Haltbarkeit und hohe Farbbrillanz. Mehrfarbige Folienbeschriftungen werden separat, nach Farbe getrennt, geplottet und nacheinander verklebt. Je nach Einsatzgebiet.

Die Selbstklebefolie ist ein Standardmaterial in der Werbetechnik. Sie wird als Folienschnitt oder Digitaldruck genutzt.

Transluzente Folie ist eine lichtdurchlässige selbstklebende Folie, die für die Beschriftung von Leuchttransparenten verwendet wird.

Black & White Acrylglas ist ein Acrylglas, das je nach Lichteinwirkung eine unterschiedliche Wirkung hat. Tagsüber sehen die Schriften schwarz aus, bei Beleuchtung und in den Abendstunden weiß.

Die Night & Day Folie ist vom Effekt her vergleichbar mit Black & White Acrylglas.

„Profilbuchstaben“ ist der Oberbegriff und die Klassifizierung für die am häufigsten verwendeten Buchstabenprofile.

Das Butlerfinish ist eine spezielle Oberflächenbehandlung zur Veredelung von Aluminiumverbundplatten in der Optik von gebürstetem Aluminium oder Edelstahl. Die glänzende, glatte Oberfläche eignet sich optimal zur Beschriftung und Bedruckung. Aluminiumverbundplatten (auch Dibond genannt) mit Butlerfinish sind unempfindlich und lassen sich gut reinigen.

Die Candela ist eine Einheit, die die Stärke der Lichtempfindung misst und für eine bestimmte Lichtwellenlänge an die Strahlstärke und damit an die SI-Einheit Watt angebunden ist.

CMYK ist die Abkürzung für die drei Farbbestandteile Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key als Farbtiefe. Es ist ein subtraktives Farbmodell, das heißt die Farbe entsteht durch Subtraktion der Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb von Weiß. CMYK ist die technische Grundlage für den modernen Digitaldruck. Um die Farbtöne genau zu definieren, werden Farbprofile benötigt, da die Farbräume geräteabhängig sind.

Dekupieren ist eine Technik in der Lichtwerbung, bei der Buchstaben und Zeichen mittels CNC- oder Lasertechnik aus Alublechen herausgeschnitten und dann mit Acrylglas flächig oder auch plastisch hinterlegt bzw. durchgesteckt werden. So werden Blenden geschaffen, in denen nur die Elemente leuchten.

Der Digitaldruck ist ein modernes Druckverfahren, bei dem insbesondere Folien und Planen, aber auch Platten ohne die bisher nötigen Druckvorstufen direkt mehrfarbig bedruckt werden können. Der Digitaldruck ist ideal für Einzeldrucke und Kleinstserien geeignet, da die Daten elektronisch ohne Herstellung von Film- und Druckplatte bearbeitet werden.

Digital Signage (dt.: digitale Beschilderung) bezeichnet den Einsatz digitaler Medieninhalte bei Werbe- und Informationssystemen, zum Beispiel elektronische Plakate und Verkehrsschilder, Werbung in Geschäften (Instore Marketing), digitale Türbeschilderung oder Großbildprojektionen.

Ein Display ist in der Werbetechnik ein Warenträger zur Präsentation von Produkten.

Drehwerbeanlagen sind Werbeanlagen, die oft auf Dächern von Gebäuden angebracht und mit besonderer Antriebstechnik versehen werden, damit sie sich um die eigene Achse drehen. Eine Werbeaussage mit hervorragender Fernwirkung von allen Seiten.

Einzelbuchstaben sind individuell produzierte und montierte Buchstaben oder Zeichen. Es gibt sie als beleuchtete oder unbeleuchtete Variante und in verschiedensten Materialien wie Aluminiumverbundplatte, Edelstahl, Eloxal, Acrylglas, PVC …

Eine Elektrozuleitung ist eine elektrische Leitung, die bauseits für den Anschluss der Lichtwerbeanlage gelegt wird. Um Störungen mit anderen Elementen zu vermeiden und eine Steuerung durch Zeitschaltuhren und Helligkeitsregler zu ermöglichen, sollte diese Zuleitung separat geführt werden.

Ein Fassadenband ist eine Werbeanlage, die an Fassaden oder Dächern entlang angebracht wird, um hier Akzente zu setzen – beleuchtet oder unbeleuchtet.

Fräsbuchstaben sind Buchstaben oder Zeichen, die mit Hilfe von CNC-Technik aus verschiedensten Materialien ausgefräst werden.

Glasdekorfolie, auch Milchglasfolie oder Etched-Glass-Folie genannt, erzeugt einen Effekt, der Milchglas oder sandgestrahltem Glas ähnelt: transluzent, aber undurchsichtig. Hergestellt wird die Folien aus gegossenem PVC oder aus kalandrierter Vinyl-Folie. Es gibt sie in zahlreichen Farben und Ausführungen. Glasdekorfolie kann vollflächig oder in Form von ausgeschnittenen Motiven verklebt werden.

Hartschaumkunststoff ist ein PVC-Hartschaum (z.B. Kömacell, Forex), der insbesondere wegen seines leichten Gewichts und der einfachen Verarbeitung als Trägermaterial für Werbemedien Anwendung findet, zum Beispiel für ausgeplottete Schriftzüge, Bilder und Grafiken.

HKS ist ein Farbfächer, der 120 sogenannte Volltonfarben und insgesamt 3520 Farbtöne für Kunstdruck- und Naturpapiere enthält. Der Vorteil des HKS-Farbfächers ist die vorhersagbare Wiederholbarkeit und Kommunikation bestimmter Farbnuancen in der grafischen Industrie. HKS ist eine Marke der Druck- bzw. Künstlerfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co.

Ein Kantenleuchter ist ein Beleuchtungselement, das bei klarem Glas oder Acrylglas Licht in die seitliche Kante strahlt und damit das aufgebrachte oder eingravierte Motiv zum Leuchten bringt.

Die Laufschrift ist eine elektronisch gesteuerte LED-Anwendung, die fortlaufende Texte (wie ein Newsticker) anzeigt. Das geschieht durch in dem Gehäuse eingebaute Leiterplatten. Allerdings ist die Anbringung dieser Anlagen im öffentlichen Bereich in den meisten Gestaltungssatzungen der Städte und Gemeinden unzulässig.

Leit- und Orientierungssysteme sind Wegweiser, die im Innen- und Außenbereich von Gebäuden zum Einsatz kommen. Sie werden in verschiedensten Materialien und Ausführungen gefertigt.

Als Hinweisschilder bezeichnet man beleuchtete oder unbeleuchtete Schilder, die dem Betrachter den Weg weisen.

LED (Abkürzung des englischen Begriffs „ligth-emitting-diode“) ist die Bezeichnung für eine Leuchtdiode, die die Lichtwerbung inzwischen teilweise revolutioniert hat. Sie ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, das Licht abgibt, wenn durch die Diode Strom in Durchlassrichtung fließt. Die Wellenlänge hängt vom Halbleitermaterial und der Dotierung ab.

Zur Hinterleuchtung von Werbeanlagen wurden in der Vergangenheit Leuchtkästen gebaut, die mit Leuchtstofflampen oder Neonröhren ausgestattet sind. Heute geht der Trend vorzugsweise zur Ausleuchtung mittels moderner LED´s (lichtemittierende Diode, LED). Die Gründe dafür sind folgende Vorteile:

– deutlich geringerer Energieverbrauch
– deutlich höhere Lebensdauer
– geringe Wärmestrahlung
– geringe Bautiefe und geringes Gewicht
– helles und gleichmäßiges Licht
– farbiges Licht mittels RGB-LED´s
– farbige Lichtspiele mittels Infrarot-Fernbedienung

Besonders im Hinblick auf die Energiebilanz und der hohen Lebensdauer von bis zu 40.000 h wird der Einsatz von LED´s zunehmend ansteigen.

Leuchttransparente bestehen meist aus einem Aluminiumgehäuse, das vorne mit einer Acylglasscheibe abgedeckt ist. Sie sind die Klassiker der Lichtwerbung.

Als Lichtkonturen oder Leuchtkonturen bezeichnet man Elemente an Fassaden und Gebäuden, die bei Dunkelheit Formen und Konturen der Architektur betonen. Früher wurde dies aufwändig mit Neonsystemen realisiert, heute wird stattdessen immer häufiger die unkompliziertere und umweltschonendere LED-Variante bevorzugt.

Lichtwerbung ist die Bezeichnung für die Außenwerbung mit dem Einsatz eines Lichtmediums. Als Bestandteil der Markenkommunikation sollte Lichtwerbung optisch auf das Corporate Design und das architektonische Gesamtkonzept abgestimmt werden.

Lichtreklame ist der veraltete Ausdruck für Lichtwerbung.

Mesh ist ein sehr leichtes bedruckbares Gewebe, das licht- und luftdurchlässig sowie wetterfest ist. Es wird speziell als Banner für großflächige Digitaldrucke eingesetzt. Das Gewebe wird meist mit Saum und Ösen versehen, um es mit Spannhaken am vorgesehenen Untergrund befestigen zu können. Bei erhöhter Windlast, wegen der größeren Luftdurchlässigkeit, als Alternative zu herkömmlichen PVC-Planen.

Unter den Begriff Montage fällt alles, was zur Installation der Werbung gehört, zum Beispiel Gerüste, Hebebühne, Krane und Befestigungsmaterialeien.

Hubwagen, Hubsteiger

Hubwagen oder Hubsteiger, auch Hebebühnen genannt, werden als Arbeitsbühne zur Montage, Reparatur und Wartung von Werbeanlagen genutzt. Hebebühnen gibt es in den verschiedensten Größen – von 16 bis 60 Meter Arbeitshöhe.

Installation

Als Installation werden der Einbau und die elektrische Verdrahtung von Beleuchtungselementen in die Leuchtwerbeanlagen bezeichnet.

Rote Neonröhren waren die ersten Leuchtröhren, die in der Leuchtreklame zum Einsatz kamen. Sie sind Kaltkathodenröhre, also Elektronenröhren, deren Kathode auch im ungeheizten Zustand Elektronen aussendet. Inzwischen wurden die klassischen Neonröhren größtenteils durch mit Argongas befüllte Röhren abgelöst. Diese werden jedoch auch als Neonröhren bezeichnet. Allerdings ist diese Beleuchtung durch den hohen Quecksilberanteil aus umwelttechnischen Gründen nicht mehr so gefragt und wird zunehmend durch LED-Leuchtmittel ersetzt.

Plexiglas® ist der Markenname für Acrylglas der Firma Röhm, jetzt Evonic Röhm.

RAL ist ein Farbsystem, das mit genormten Farben arbeitet, das heißt jede Farbe des Systems ist mit einer vierstelligen Farbnummer gekennzeichnet. Diese Normung stammt ursprünglich vom Reichsausschuss für Lieferbedingungen, der 1927 eine Farbtabelle mit 40 Farben ins Leben gerufen hat. Heute gibt es in RAL Classic 213 Farbtöne. Der Vorteil des RAL-Farbsystems: Der Kunden muss dem Lieferanten kein Farbmuster auf definiertem Material, sondern nur die Farbnummer übermitteln.

RGB ist die Bezeichnung für einen Farbraum, der auf der Dreifarbentheorie basiert und die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau durch additives Mischen nachbildet.

Ein UV-Schutzlaminat ist eine transparente Folie, matt oder glänzend, die im Digitaldruck angewandt wird. Sie wird mittels Wärme und Druck auf die bedruckte Fläche aufgetragen und schützt sie so vor Umwelteinflüssen.

Der Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe durch ein schablonenartiges Sieb entsprechend dem gewünschten Motiv auf den Untergrund aufgetragen wird. Bei mehrfarbigen Drucken geschieht dies in mehreren Durchgängen. Die Vorteile des Siebdrucks sind seine Farbintensität, seine Gestaltungsfreiheit und -präzision sowie seine lange Haltbarkeit.

Bei der Spanntuchtechnik spannt man anstatt einer Plexiglas®-Scheibe ein bedruckbares Textil- bzw. PVC-Gewebe in den Aluminiumrahmen ein. Eingesetzt wird diese Technik besonders bei großen beleuchteten Werbeflächen, da hier keine Stöße zu sehen sind und die Anlage dem Wind besser standhält.
Ein Motivwechsel ist dadurch wesentlich einfacher und kostengünstiger auszuführen.

Die Baustatik befasst sich mit der Berechnung der Stabilität von Gebäuden und anderen Bauwerken. Sie greift auch beim Aufbau von Werbeanlagen, um deren Standsicherheit nachweislich zu gewährleisten.

Unter Transparenz versteht man die Durchsichtigkeit eines Materials wie zum Beispiel Fensterglas oder klares Plexiglas. Mit Transluzenz ist die teilweise Lichtdurchlässigkeit eines Stoffes gemeint, der nicht transparent ist. Dazu zählen u. a. Wachs, Blätter und die menschliche Haut. Für die Lichtwerbung kommen häufig tranluzente Folien, Bannermaterialien und Plexigläser zum Einsatz.

Eine Unterkonstruktion ist das Grundgerüst einer Werbeanlage. Sie besteht aus Aluminium oder Stahl und sorgt für eine stabile Aufstellung der Werbeanlage.

Vollacrylbuchstaben sind Buchstaben oder Zeichen, die aus 15 bis 40 mm starken Acrylglasplatten herausgefräst werden. Durch eingearbeitete LED-Module können sie beleuchtet werden.

Ein Vorschaltgerät (auch Trafo oder EVG genannt) ist ein elektrisches Bauteil, das bei der Installation von Lichtwerbeanlagen mit LED, Neon-Systemen oder Leuchtstoffröhren zum Einsatz kommt.

Pylone oder Stelen sind frei stehende Werbeträger vor Gebäuden, die Schriftzüge und Logos der dort ansässigen Firmen präsentieren, den Weg weisen oder Informationen geben. Sie erzeugen eine besondere Signal- und Fernwirkung.

Ein Transformator ist ein elektrisches oder elektronisches Bauteil, das bei der Installation von Lichtwerbeanalgen mit Neonsystemen oder LED-Modulen eingesetzt wird.

Ein Werbeturm ist ein Werbemast aus Stahl- oder Schleuderbeton, der mit Leuchttransparenten ausgestattet ist.